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Harz
II
Oder
der lange Weg zum Boot !
Endlich, Freitag der 2. September und
kurz vor 11 Uhr, Feierabend für dreieinhalb Tage . Es steht eine Fahrt an den
Rand des Harz bevor, genauer gesagt ca. 30 km östlich von Göttingen sollte es
zum MRT – Treffen gehen.
MRT = Motorrad – Reise – Treffen in Gieboldehausen . Dort treffen sich seit
8 Jahren Motorradbegeisterte die in allen Herrenländer unterwegs gewesen sind
oder es noch vor haben !
Also dieses Treffen sollte dass 9. werden und wir,
JEKO / KIPE wollten dabei sein .
Mist, schon nach 12:00 und immer noch
nix gepackt, eigentlich wollten wir spätestens um 14:00 Uhr los. Aber wie immer
wenn man denkt eijo dies mächen wir mal flugs inner halben Stunde klar, klappt
nichts . Es sollte aber noch schlimmer kommen ! :-)
Mittlerweile war es schon 13:00 Uhr und Jeko kam erst jetzt von der Arbeit los,
ok ok setzen wir mal die Abfahrt locker auf 16.00 Uhr an .
So, erst mal Mopped aus der Scheune in
den Hof gerollt und alles Material, was wie immer wie ein kleiner Wohnungsumzug
anmuten lässt daneben geworfen . Flugs noch eine Handvoll Klamotten zusammen
gesucht und im Tankrucksack verstaut . Zwischendurch immer mal wieder ein
Kaffchen gelenzt . Zelt und alles Kleinmaterial aufs Heck geschnallt, Visier vom
Helm geputzt, Motorradjacke und Hose angezogen, es war wirklich gleich
04:00 und die Zeit drängte . Mir wurde jetzt schon schlecht als ich die
Strecke der A5 vor meinem geistigen Auge vorbei fliegen ließ, aber was solls
wir wollten ja Kilometer machen um wenigstens nicht bei den letzten Anreisenden
zu sein und den allerletzten miserabelsten Zeltplatz neben dem DIXI zu ergattern
.
Ha Ha Ha , noch nicht bis Bad Homburg gekommen und schon im Stau gestanden
.........jo, Old Jeko ich hab es nicht vergessen, momentan sitz ich noch im Hof
in vollem Wix auf dem Mopped und Du, davor auf der Straße mit laufendem Motor !
Schlüssel steckt wie immer schon im Schloss gg. Noch wenige Sekunden und es
sollte das zarte surren des Vierzülünders mein Öhrchen erreichen. Was ist
das, kein wohltuendes Vierzylinder surren, nein ein rasselndes Anlassergeräusch
dringt an mein Ohr . Nicht einmal ein Topf versucht einen Funken in eine mächtige
Explosion umzusetzen, nix aber auch garnix passiert, nur dies rasselnde
Anlassergeräusch und müdes plop plop plop am Auspuff ist zu hören . Also gut,
Lämpchen ausschalten, NotAus ist immer noch ON, Zündung EIN, grüner
hoffnungsvoller Knopf drücken................rassel rassel rassel u.s.w.
Tscha, da hülft nur eins, Sohnemann und Jens ans Heck und die Ludwigstrasse
einmal längs ..........ho ho ho auf einmal ein leises zartes aber wirklich nur
ein zartes Motorensäuseln was ich nur mit Mühe am laufen halten konnte, aber
„Sie“ lief mein Blick zum Himmel und anschließend zum Gulli hat „Sie“
sehr wohl verstanden und gut umsetzen können .
Jens, den ich ohne es zu wollen schon jetzt auf Überdruck gebracht hatte lief
zu seinem Mopped zurück und ich machte zaghafte Versuche ein Stück nach vorne
zu kommen . An der Ecke hatte ich unseren Edelschrauber der Ludwigstrasse Siggi
entdeckt der mit seinem Mono Raucherbein rauchend im Rollstuhl alles mit
verfolgt hatte . Es wurden schnell einige technische Tipps ausgetauscht und
schon rauschte Jeko mit seinem Afrikanischen Teil hinzu, ein kurzer Fingertipp
an die Helmseite und los ging datt Richtung Nordnordoohst .
Wie gesagt bei Bad Homburg schon der erste Stau und dahinter etliche
Baustellen ( jo tiecher wir haben nur noch einmal überprüft was du uns beim
Treffen der Mitte erzählt hast ) gggrrrr da Jeko bei der Straßenmeisterei Überbreite
angemeldet hatte konnten wir uns auch nicht galant dazwischen durch mogeln .
Gottseidank waren es wirklich nur ein paar Standminuten und wir rollten zwar
langsam aber stetig vorwärts .
Jetzt kam der Moment der Wahrheit, die näxte Tankstelle wurde angefahren, mal
sehen ob die Kiste wieder anspringen tut ? Klar machte Sie datt , die K hatte
mir die lange „Scheunenzeit“ verziehen, der Motor setzte seine Arbeit nach
kurzem Knopfdruck problemlos fort und die Reise konnte weiter gehen !
Kurz vor 20:00 Uhr erreichten wir den Platz für die Zelte der sich tatsächlich
als Stoppelacker entpuppte .-(( Es
wahren zu diesem Zeitpunkt schon über 300 Meldungen d.h. 300 Moppeds der Art
:-))gg Transe, Africaner, XT, GS in Solo und Beiwagenausführung vorhanden
.......!! axo ja 2 K waren auch vertreten davon war eine meine .


Der Aufbau der Zelte gestaltete sich anfangs leicht schwierig konnte aber mit
dem dazugehörigem Mut leicht bewältigt werden Programmpunkt 2 für diesen Tag
war nun abgehakt und der 3. und letzte, es ging um essen und trinken stellte
auch kein hoher Schwierigkeitsgrad mehr da !
Da Fernreisende bekanntlich recht früh wach werden, egal wie früh oder spät für
Sie die Nacht zu Ende ging, setzte sich der Treck der Fühstückshungrigen wie die
Lemminge Richtung Grillplatz schon kurz nach 8:00 Uhr in Bewegung . (Soviel
Hackfleisch auf einem Haufen hab ich noch nie gesehen :-)


Gegen 11:30 Uhr sollten dann die vier
Reisevorträge von :
1)
Oliver Hahn – The Roof of Africa
2)
Boris Klinge – Masuren
3)
Gerd Walter – 6 Monate durch Osteuropa
4)
Ernst Südmeyer- Arizona
im nahgelegenem Saal eines Restaurants
stattfinden .
Vor dem Saal hatte sich noch ein
Vertreter einer uns allen bekannten Motorradmarke eingefunden und lud zum
Probereiten einiger Bikes ein . Außerdem war der Tüv Nord zugegen bei dem
Mann/Frau sein Mopped einer Prüfung unterwerfen konnte .
Die Firma CLS baute so nebenbei Kettenoiler an und im Saal konnte man die
Leute von Touratech, Tourenfahrer und Mapbox bewundern .
Bernd Tech der bekannte
Motorradweltreisende stolzierte mit seinem mächtigem Bart durch die Runde, überall
lagen Globetrotter Kataloge und sonstiges Werbematerial auf den Tischen, die
Bedienungen flitzten was die Beine hergaben, kurz die Atmosphäre gestaltete
sich genau nach meinem Verlangen .
Nach dem ersten Vortrag der so einen
kleinen Einblick in die Vorbereitung, der Reise selbst und den Strapazen in
Africa erahnen lies, gab es um 13:00 Mittagstisch. Ich muss sagen was da für
9€ auf den Tisch kam war wirklich aller erste Sahne .
Nach Mittag ging es dann mit stetiger Steigerung in den Vorträgen, die nur noch
mit Kaffeepausen unterbrochen wurden weiter . Wobei ich mir unter dem
Arizonavortrag mehr versprochen hatte . Aber KTM hat mir ja noch nie gefallen !
gg :-))
Der Nachmittag sollte im angenehmen in der Sonne sitzen vor dem Zelt zu Ende
gehen . Von weitem konnte man den Giddarplayer am Grillplatz, der uns für den
Abend Kurzweil verschaffen sollte, seine Anlage im Probelauf testen hören !!
Ich vernahm „mercy von Nils
Lofgren“ und dachte, OK wenn du so heut Abend weiter mächst hast du meine
Gnade !!
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Was soll ich sagen, mit den Sprüchen ( es waren zwei Livemusicalartisten
da)
der Musik und Bier für einen € die Flasche fand der Abend einen gelungenen
Ausklang . Jeko bekleidete ich so gegen 01:30 zum Zelt, der kleine mochte sein
Fläschjenn nicht austrinken und stammelte mir ständig was von
-Ich bin müde – in die Ohren . Na gut dachte ich, bevor ich jetzt hier
die Übersicht verliere ( sweet home hatten sie ja auch schon gespielt ) geh ich
halt mit ! gg.
Der Morgen danach, bei denen sich
einige schon sehr früh in heftiges abbauen, zusammentüten, packen und
festzurren auf dem Mopped wiederfanden, löste bei uns nur müdes gähnen aus .
Es sollte ja am Sonntagmorgen nicht gleich der Heimathafen angelaufen werden
sondern, das Torfhaus, der Kyfhäuser, ( Ich
dachte, wir befinden uns im Krieg ) Erfurt und kurz hinter Erfurt unser Ziel
an diesem Tag, der größte Campingplatz Thüringens, unter die Räder genommen
werden .


Was anfangs sich als recht nett erwies, empfanden wir so gegen 18:00 Uhr
als ermüdend . Ich denke die Anstrengung der beiden letzten Tage spiegelte sich
in unserem fahren wieder, sodass wir froh waren als unsere Zelte endlich am
Abend aufgeschlagen waren .


Wir hatten ca. 10.000qm Grasfläche für uns allein zu Verfügung . Es war
einfach herrlich vor dem Zelt in der Abendsonne zu sitzen, eine Tass Kaff in der
Hand, dem fliegenden Gefieder zu lauschen und leicht die Seele baumeln zu lassen
.

http://www.stausee-hohenfelden.de/

Nach ausgiebigem Essen in dem einzigen Restaurant des Campingplatzes ( raus aus
der Gefriertruhe, rein ins heiße Fett, mit reichlich Salz auf den Teller, in
den Magen und ab in die Kloschüssel ) suchten wir unsere Lagerstatt bereits um
22:00 Uhr auf, aber nicht ohne dieses Schmackhafte Essen mit zwei Weizen zu
kompensieren .
Der
Morgen :


Doch halt, ganz ganz
oben in der Überschrift kommt doch noch "BOOT" vor !? oder etwa
nicht ! gg :-))
Tscha,
dieses Boot wollten wir natürlich sehen, mitten Thüringen im Wald ein
U-Boot ? Jo wir haben es gefunden, leider durfte das Bouwt nicht vor das
Boot da haben wir einfach den Eigner vom Bouwt davor gestellt !
U
98
http://www.massermuehle.de
Also
bei der Massermühle haben wir Mittag gemacht wobei wir dieses Gericht
ausgelassen haben !! Ich konnte mir aber beim besten Willen nicht
vorstellen was "Fingermöhrchen" sind ! gg :-))

Noch etwas kurz zur Fahrerei.
Mit GPS und Funk untereinander, kann man vorzüglich Mopped fahren d.h. ,
der "Hintermann" der GPS gesteuerte Fahrer, gibt dem
Vorausfahrendem Kommandos oder Warnungen durch. Somit ergibt dass ganze
ein geschmeidiges fahren ohne Stress, ohne anzuhalten um nach der Richtung
auf der Karte zu suchen, ohne viel Laberei, dafür aber mit viel Fun für
beide Fahrer.
Tscha angekommen sind wir dann auch noch und zwar direkt auf der
Wasserkuppe !! :-)



Ich
kann nur wieder sagen :
schee
wars !!
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zum Kaleun
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